Energiealternativen für Heim und Haus

Umweltschonende Energietechnik fürs Eigenheim

Energie sparen im Eigenheim

Öl, Erdgas und Kohle sind ergiebige Energielieferanten. Seit vielen Jahrzehnten spenden sie Wärme, Licht und viele andere, aus dem Leben nicht mehr wegzudenkende, Annehmlichkeiten. Doch jetzt fordert der schnelle technische Fortschritt seinen Tribut. Durch den hohen CO2-Ausstoß, der bei der Verbrennung von Öl und Kohle entsteht, wird die Ozonschicht der Erde beschädigt und es sind schon erste Anzeichen eines Klimawandels zu beobachten. Außerdem werden die Öl- und Kohleressourcen weltweit in absehbarer Zeit erschöpft sein. Das sind Gründe genug, neue Energiequellen zu finden und nutzbar zu machen. Schon in etwa fünfzig Jahren müssten mit Öl beheizte Eigenheime & Wohnanlagen

umgerüstet werden, weil der Rohstoff dann nicht mehr in ausreichender Menge vorrätig sein wird. Deshalb wollen viele Eigenheimbesitzer sofort alternative Energien nutzen.

Tipp: Hausbesitzer sollten sich zudem über den erforderlichen Energieausweis informieren.

 

Am ergiebigsten sind erneuerbare Energien. Das sind in der Natur vorhandene Kräfte, die direkt und ohne künstlich zwischengeschaltete physikalisch-chemische Prozesse, wie Verbrennung oder Kernspaltung, nutzbar gemacht werden können. Sie sind unerschöpflich und erneuern sich ständig. Die zukunftsträchtige unter ihnen ist die Erdwärmeenergie. Erdwärme ist unbegrenzt vorhanden. Durch innerirdisch ablaufende Prozesse bleiben die Temperaturen gleichmäßig hoch. Die natürliche Wärme der Erde regeneriert sich also ständig. In Island wird die Erdwärme schon seit längerem zur Energiegewinnung und zum Heizen genutzt. Dort erleichtern die vielen heißen Quellen die Nutzung der Erdwärme. Doch auch in Schweden, wo weit weniger günstige Bedingungen herrschen, ist die Nutzung der Erdwärme zum Heizen verbreitet. Bereits in 1 km Tiefe besitzt die Erde eine Temperatur von zirka 40 Grad Celsius.

 

Für Wärmekraftwerke sind Bohrungen in mindestens 4000 Meter Tiefe nötig. Dort herrschen Temperaturen von 200 Grad Celsius und mehr. Es ist bereits möglich, Erdwärmeenergie für Eigenheime zu nutzen. Dafür muss man eine Wärmepumpanlage installieren lassen. Für die Nutzung der Erdwärme im Eigenheim genügen 2000 Meter tiefe Bohrungen, was je nach den geologischen Bedingungen des Standorts stark variieren kann. Das heißt, es können auch weniger tiefe Bohrungen genügen. Durch eine Wärmepumpe wird Wasser in Tiefen geschickt, in denen hohe Temperaturen herrschen und heizt sich dort auf. Wenn es wieder nach oben gelangt, kann es zum Heizen und zur Energiegewinnung genutzt werden. Weil bei der Energieerzeugung mit Erdwärme keine fossilen Brennstoffe oder andere Rohstoffressourcen benötigt werden, handelt es sich um ein insgesamt äußerst preiswertes Verfahren. Kosten fallen nur bei der Installation der Anlage, und für die Wartungsarbeiten an. Die Energie selbst ist eigentlich kostenlos. Die geothermische Energiegewinnung ist nicht nur äußerst rentabel, sondern auch ausgesprochen umweltfreundlich. Bei der Energieerzeugung mit Erdwärme entstehen keine Abfallstoffe wie zum Beispiel das Treibhausgas CO2. Deshalb wird die Nutzung der Geothermie von einigen Ländern schon finanziell gefördert.

 

Eine zweite Möglichkeit der umweltfreundlichen Energiegewinnung für den Wohn- bereich, also für Eigenheime und Wohnanlagen ist das Nutzen der Windkraft. Moderne Windkraftanlagen müssen heute nicht mehr in großer Höhe angebracht werden und sind auch schon sehr geräuscharm. Es gibt auch kleine Anlagen, die für Eigenheime geeignet sind. Auch Windenergie ist sehr kostengünstig, weil keinerlei Rohstoffe benötigt werden. Leider ist sie aber von der Heftigkeit der Luftbewegung abhängig. Deshalb ist eine Windkraftanlage etwas weniger rentabel als eine Wärmepumpe und als alleinige Energiequelle noch nicht geeignet.

Clever heizen mit

Infrarotwärme

Surf- & Lesetipps:

 

Weil die Windkraft aber ständig erneuerbar ist, sollte sie auf jeden Fall ergänzend zur Energiegewinnung genutzt werden, um den Gesamtausstoß von Treibhausgasen zu verringern.

 

Die bekannteste Form der alternativen Energiegewinnung ist die Photovoltaik. Dabei handelt es sich um die Umwandlung von Sonnenwärme in Elektroenergie. Das geschieht mit Hilfe von Solaranlagen. In Eigenheimen und Wohnanlagen können Solaranlagen auf den Dächern installiert werden. Dabei kann die Solarenergie unterstützend zur Warmwasseraufbereitung, Heizung und mittlerweile auch im Saunabau angewendet werden. Solaranlagen sollten in südlicher Richtung montiert werden, dann können sie am effektivsten arbeiten. Wie die beiden vorgenannten Energieformen ist auch Solarenergie umweltfreundlich und spart Ressourcen. Deshalb werden Solaranlagen ständig weiterentwickelt. Auf die Kraft der Sonne wird man, wenn man den CO2-Ausstoß in Industrieländern drastisch verringern will, nicht mehr verzichten können. In Zukunft wird sie zusammen mit Wind, Wasser und Erdwärme die meistgenutzte Energiequelle sein und Erdöl, Erdgas und Kohle völlig ersetzen können.



     
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