Hybridauto und alternative Treibstoffe für
den Straßenverkehr
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PKW und Busse
mit umweltfreundlichen Antriebs-Technologien
Anhaltende Unwetterkatastrophen
und steigende Rekordpreise für herkömmli-
che Energiequellen im Verkehr verstärken
den Ruf nach günstigen Bio-Treibstoffen
und sparsamen Antriebstechniken.
Es gilt seit Jahren Alternativen
zum bisherigen Benzin- und Dieselfahrzeug
zu schaffen. Folgende alternative Antriebsformen
stellen wir auf dieser Seite aus- führlich
vor: Erdgasauto, Biodiesel-Schlitten, Kristallwagen
uns das Wasser- stoffmobil.
Surftipp: www.fahrzeug-verzeichnis.de
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Das Erdgasauto
Erdgas ist umweltfreundlicher als
konventionelle Kraftstoffe. Erdgas für Kraftfahrzeuge
erhält man an Biogas-Tankstellen, deren Netz
bundesweit derzeit stetig erweitert wird. Wer
sich ein Erdgasauto zulegen möchte, sollte
entweder über einen Neukauf nachdenken, oder
seinen Wagen umrüsten lassen. Umgerüstet
werden können Fahrzeuge mit Benzinmotor.
Empfohlen wird jedoch die Anschaffung
eines Biogas-Neufahrzeugs oder wenn schon umgerüstet
werden soll, dann ausschließlich von zertifizierten
Fachwerkstätten, die auch die notwendigen
Zulassungsbescheinigungen und eine Garantie für
den Umbau mit anbieten.
Das Internationale Wirtschaftsforum
Regenerative Energien (IWR) bietet zwecks Unterstützung
zur Planungs- und Kaufentscheidungshilfe einen
Leitfaden an, der einem einen Überblick bezüglich
des Unterschiedes zwischen Erdgas und Autogas
gibt. Um zu entscheiden, ob ein Neukauf oder eine
Umrüstung sinnvoll ist, beleuchtet der Leitfaden
informativ folgende Kriterien:
- Wie ist das Preis-Leistungsverhältnis?
- Welche Betriebskosten kommen auf den Kunden
zu?
- Welche Fahrzeugmodelle sind verfügbar?
- Wo kann der Kunde ein solches Auto beziehen
oder seines ggf. umrüsten lassen?
- Wo gibt es Tankstellen? und
- Wie sicher ist das fahren eines Gasautos?
Der Leitfaden kann für 6,50 € über
das
Wirtschaftsforum
erworben werden.
Weitere Infos zum Erdgasgauto erhalten Sie unter
www.erdgasfahren.de
und
www.gibgas.de
Biodiesel / Ökodiesel
Ökodiesel bzw. Biodiesel als
Antriebsstoff stellte eine Alternative zum konventionellen
Diesel dar.
Für Dieselfahrzeuge
kommen drei alternative Energien zum Einsatz:
- Der Raps-Methyl-Ester-Biodiesel (RME-Diesel)
u.a. aus natürlichem Raps gewonnen;
- Der Sun-Diesel, dessen synthetischer Kraftstoff
aus Biomasse – wie z.B. Holz – entsteht
und das
reine unversehrte Pflanzenöl, welches eine
konstante permanente Wärmezufuhr erforderlich
macht.
- Unbeachtet der anfallenden Kosten für
Neuanschaffung oder Umrüstung eines Wagens,
ist der Ökodiesel ca. 10-12 Cent preiswerter
als der herkömmliche Diesel.
Zudem kann ein Dieselfahrzeug mit
einem Rußpartikelfilter
versehen werden, was den Ausstoß von krebserregendem
Feinstaub erheblich reduziert. Nur mit einem Rußpartikelfilter
der neuen Generation erhält man auch die grüne
Feinststaubplakette,
die einem das künftige Fahren in vielen Umweltzonen
der großen Städte erlaubt.
Das Wasserstoffmobil und das Hybridauto
Neben dem Kraftstoff auf Rapsbasis
gilt unter den regenerierbaren Energien der Wasserstoff
als lukrativstes Antriebsmodell für die Zukunft.
So erzeugt z.B. die Technische Universität
Berlin in einem Wasserstofflabor Wasserstoff. Die
im natürlichen Wasserstoff enthaltenen Purpurbakterien
nutzen die Energien des Lichts. Da Sonnenenergie
allein als Energiequelle nicht ausreicht, müssen
die Bakterien mit Grünalgen gefüttert
werden. Die TU bildet in einem eigens entwickeltem
Verfahren Purpurbakterien nach. Zwei Reaktorgefäßen
– eines mit Grünalgen und das andere
mit Purpurbakterien gefüllt – werden
nun mit natürlichem Wasserstoff befüllt.
Im Gefäß mit Purpurbakterien wird der
natürliche Wasserstoff beladen und im Grünalgenreaktor
wird dieser entladen. Am Ende dieses Prozesses erhält
man unterm Strich künstlichen Wasserstoff,
der als Speicher- und Antriebsenergie im Wasserstoffmobil
seine Anwendung findet.
Durch den Einsatz einer alkalischen
Lösung lässt sich Wasserstoff mit den
oben geschilderten Eigenschaften auch mittels Strom
erzeugen. Natürlicher Wasserstoff bildet den
Minuspol und Sauerstoff ist der Pluspol, getrennt
durch eine Membran. Beide Pole werden unter Strom
gesetzt. Das daraus gewonnene Wasserstoffgas wird
schließlich aufgefangen. Unter den Autoherstellern
setzt BMW auf den Wasserstoffverbrennungsmotor,
auch Hybridauto genannt. Erstmals wurden die mobilen
Brennstoffzellen in der Raumfahrt angewandt. Seit
10 Jahren wird mit Hinblick auf einen möglichen
Einsatz in PKWs und Bussen geforscht. Daimler Chrysler
legte 1994 Konzepte für Brennstoffzellenfahrzeuge
vor und brauchte Die Forschungsmodelle NECAR 1 bis
NECAR 5 bzw. F-Cell-A-Klasse heraus. Auf dem Genfer
Autosalon von 2005 stellte Mercedes den Prototyp
F-Cell-B-Klasse mit verbesserter Leistung und reduziertem
Speicherverbrauch vor. Bereits seit 2003 bis 2006
fand ein europaweiter 3 jähriger Praxistest
mit anderen Unternehmen und Instituten statt. Innerhalb
dieses Tests setzte man 30 Brennstoffzellenbusse
im Linienbetrieb in 10 europäischen Großstädten
ein. Bis 2010 plant Ford sein Hybrid Fahrzeug nach
dem Ford Focus Modell zu vermarkten. Seit 2005 existieren
entsprechende Tankstellen für dieses Angebot.
Gegenwärtig befasst man sich mit dem Problem,
wie Wasserstoff in ausreichenden Mengen für
2 Tonnen Fahrzeuge und über 200 PS starke Rennpferde
generiert werden kann. Ein weiteres Problem stellen
die großen Tanks für den Wasserstoff
dar, die irgendwo effizient im Auto gelagert werden
müssen.
Mehr Informationen zum Hybridauto
>>
Der Kristallwagen
Für dieses Modell werden spezielle
Kristalle mit den Eigenschaften: besonders temperaturfest
und druckempfindlich gezüchtet. Der druckempfindliche
Kristallsensor steuert die Einspritzung im Motor.
Insgesamt lassen sich ca. 20% Benzin einsparen und
das 1,5 bis 2 Liter Auto rückt in eine greifbarere
Nähe. Ein Beispiel für solche Kristallwagen
sind die Solarmobiles mit Elektroantrieb und aus
leichtem Baumaterial. Auf den Autodächern befinden
sich Solaranlagen und die dadurch gewonnene Sonnenenergie
speist die Autobatterien. Bleibt auch hier wiederum
die Frage offen, wie man diesen aus Kristallzellen
und Sonnenenergie erzeugten Antriebsstoff in konzentrierter
Form mit auf Reisen nehmen kann. Zudem muss noch
weiter am Sicherheitsgefühl des Prototyps gebastelt
werden.
All diese Beispiele befinden sich
bereits mehr oder weniger intensiv im Einsatz. Noch
hat sich keines der Antriebsmodelle gegenüber
dem Benzin oder Dieselauto wirklich durchgesetzt.
Es gilt nach Antworten für die noch offenen
Fragen zu forschen, doch tickt die Uhr für
die alternativen Antriebsenergien. Bleibt gespannt
zu beobachten, welche Energie sich flächendeckend
durchsetzen wird.