Klimaschutz - Die Rettung unseres Planeten?

Was passiert, wenn wir alle an einem Strang ziehen? Ist die Welt noch zu retten?

Mittlerweile gibt es kaum noch eine Zeitung, die nicht in seitenlangen Artikeln ein Weltuntergangszenario heraufbeschworen hat. Eine neue Eiszeit wird kommen, ganze Landstriche werden im Meer versinken oder eine große Dürre wird uns heimsuchen, die uns ein Klima wie in der Sahara beschert.

 

Regisseure sind auf den Zug aufgesprungen und zeigen uns auf der riesigen Kinoleinwand, was uns erwarten wird (z.B.: Roland Emmerichs Weltuntergangs-Fiktion "The Day After Tomorrow" aus dem Jahre 2003) und in diversen Talkshows sitzen Wissenschaftler, die sich mit dem Thema „Klimaschutz“ beschäftigen. Sogar die Politik hat mittlerweile den Ernst der Lage erkannt und fängt an, darüber nachzudenken.


Würden auf der politischen Bühne nicht so viele unterschiedliche Interessen berücksichtigt werden müssen, dann hätte man vielleicht auch mittlerweile das ein oder andere Ergebnis verzeichnen können. Leider ist es bisher bei vagen Ankündigungen und Lippenbekenntnissen geblieben, die zwar die Richtung andeuten, aber letztendlich meist wirkungslos verpuffen.Was bedeutet das für den Verbraucher? Können wir so weitermachen wie bisher, weil sowieso schon längst alles zu spät ist und die Welt nicht mehr zu retten ist? Oder ist es vielleicht erst „fünf vor zwölf“ und wir können diesem zerstörerischen Kreislauf gerade noch entrinnen?

Sicher ist, dass jeder Einzelne durch verantwortungsvolles Handeln der Umwelt helfen kann. Allerdings greifen die Maßnahmen nicht sofort und deshalb ist es umso wichtiger, sofort zu handeln und keine weitere wertvolle Zeit zu verschwenden. Auch sollte man sich nicht von dem Gedanken demotivieren lassen, das man selber doch „nur ein kleines Rädchen im Getriebe ist“. Sicher gibt es Länder, in denen ungebremst Millionen Tonnen von Kohlendioxid in die Luft geblasen werden und die nicht einen Gedanken daran verschwenden, wie sie einen Beitrag zum Umweltschutz leisten können. Es ist allerdings niemandem damit geholfen, wenn alle nur mit dem Finger auf den Nächsten zeigen und jegliche Verantwortung von sich weisen.

 

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Die ersten, unspektakulären Maßnahmen fangen bereits beim einzelnen Verbraucher an. Jeder kann seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten, indem er sein tägliches Verhalten einer kritischen Prüfung unterzieht. Die Ressourcen der Erde sind nicht unbegrenzt, das sollte man immer im Hinterkopf haben. Umweltbewusstes Verhalten fängt bereits damit an, dass man nicht sinnlos Energie verschwendet nach dem Motto „Ich muss ja einfach nur auf den Lichtschalter drücken“. Das beste Beispiel ist der Vergleich zwischen einer normalen Glühbirne und einer Energiesparlampe.

Sicher sind die Energiesparlampen im Anschaffungspreis unattraktiver als die herkömmlichen Glühbirnen – allerdings halten sie im Gegenzug nicht nur länger, sondern sie verbrauchen auch deutlich weniger Energie. Während bei der Glühbirne ein Großteil des Stroms einfach in Wärme verpufft und quasi die Umgebung erwärmt, erfüllt die Energiesparlampe einfach nur ihren Zweck, ohne nebenbei als Deckenheizung zu fungieren.

 

Sogar mit den alltäglichen Einkaufgewohnheiten kann man der Umwelt helfen. Der Verbraucher sollte im Supermarkt einfach nur auf die saisontypischen Obst- und Gemüsewaren zurückgreifen und nicht im Winter die importierten Erdbeeren kaufen. Das saisontypische Obst und Gemüse stammt meist aus der heimischen Region und hat daher keinen langen Transportweg hinter sich, der die Umwelt unnötig belastet. Dieser Transportweg schlägt sich übrigens auch auf den Preis der Ware nieder, denn kein Lieferant möchte den teuren Transport aus der eigenen Tasche bezahlen.

 

Auch bei den üblichen Elektrogeräten die heute zu jedem Haushalt gehören, wie Fernseher, Kühl- und Gefrierschränke, Wäschetrockner u. ä. sollte man unbedingt auf die Energieeffizienzklasse achten. Viele der älteren Geräte sind wahre Stromfresser und schaden so nicht nur der Umwelt, sondern strapazieren auch das Haushaltsbudget unnötig. Bei einer Neuanschaffung lohnt es sich also, auf Elektrogeräte mit der Energieeffizienzklasse A zu achten. Obwohl auch sie im Anschaffungspreis anfangs etwas teuerer sind, rechnet es sich langfristig, weil man einfach Strom – und damit Geld- sparen kann und ganz nebenbei der Umwelt einen großen Gefallen tut.

 

Nach oben getrieben wird der Kohlendioxid-Ausstoß auch durch den Einsatz von Autos, Flugzeugen und Eisenbahnen. Sicher ist es bequem, sich mit dem Auto von A nach B zu bewegen, aber für die kürzeren Wege kann man durchaus auch mal das Fahrrad benutzen. Nicht nur die Umwelt dankt es einem, sondern auch die eigene Gesundheit. Und auch die günstigen Flugangebote sind mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu sehen. Sicher freut sich jeder Urlauber über die so oft offerierten Billigflüge, aber er sollte sich trotz allem im Sinne der Umwelt überlegen, ob es wirklich unbedingt der Wochenendausflug mit dem Flugzeug sein muss, nur weil es so günstig ist.

 

Sicher mag sich das im ersten Moment alles anhören, wie der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Und auch die eigene Bequemlichkeit müsste an manchen Stellen überwunden werden. Wer möchte schon freiwillig das Auto stehen lassen oder auf die Flugreise verzichten? Würden sich allerdings weltweit viele Menschen ein wenig umweltbewusster verhalten, dann würden auch diese kleinen Verhaltensänderungen in der Gesamtsumme zu einem besseren Klima beitragen.

 

 

Bildquelle: © Lars Christensen - Fotolia.com



     
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