Leider ist es bisher bei vagen Ankündigungen
und Lippenbekenntnissen geblieben, die zwar die
Richtung andeuten, aber letztendlich meist wirkungslos
verpuffen.Was bedeutet das für den Verbraucher?
Können wir so weitermachen wie bisher, weil
sowieso schon längst alles zu spät ist
und die Welt nicht mehr zu retten ist? Oder ist
es vielleicht erst „fünf vor zwölf“
und wir können diesem zerstörerischen
Kreislauf gerade noch entrinnen?
Sicher ist, dass jeder Einzelne durch
verantwortungsvolles Handeln der Umwelt helfen kann.
Allerdings greifen die Maßnahmen nicht sofort
und deshalb ist es umso wichtiger, sofort zu handeln
und keine weitere wertvolle Zeit zu verschwenden.
Auch sollte man sich nicht von dem Gedanken demotivieren
lassen, das man selber doch „nur ein kleines
Rädchen im Getriebe ist“. Sicher gibt
es Länder, in denen ungebremst Millionen Tonnen
von Kohlendioxid in die Luft geblasen werden und
die nicht einen Gedanken daran verschwenden, wie
sie einen Beitrag zum Umweltschutz leisten können.
Es ist allerdings niemandem damit geholfen, wenn
alle nur mit dem Finger auf den Nächsten zeigen
und jegliche Verantwortung von sich weisen.
Die ersten, unspektakulären Maßnahmen
fangen bereits beim einzelnen Verbraucher an. Jeder
kann seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten, indem
er sein tägliches Verhalten einer kritischen
Prüfung unterzieht. Die Ressourcen der Erde
sind nicht unbegrenzt, das sollte man immer im Hinterkopf
haben. Umweltbewusstes Verhalten fängt bereits
damit an, dass man nicht sinnlos Energie verschwendet
nach dem Motto „Ich muss ja einfach nur auf
den Lichtschalter drücken“. Das beste
Beispiel ist der Vergleich zwischen einer normalen
Glühbirne und einer Energiesparlampe.
Sicher sind die Energiesparlampen
im Anschaffungspreis unattraktiver als die herkömmlichen
Glühbirnen – allerdings halten sie im
Gegenzug nicht nur länger, sondern sie verbrauchen
auch deutlich weniger Energie. Während bei
der Glühbirne ein Großteil des Stroms
einfach in Wärme verpufft und quasi die Umgebung
erwärmt, erfüllt die Energiesparlampe
einfach nur ihren Zweck, ohne nebenbei als Deckenheizung
zu fungieren.
Sogar mit den alltäglichen Einkaufgewohnheiten
kann man der Umwelt helfen. Der Verbraucher sollte
im Supermarkt einfach nur auf die saisontypischen
Obst- und Gemüsewaren zurückgreifen und
nicht im Winter die importierten Erdbeeren kaufen.
Das saisontypische Obst und Gemüse stammt meist
aus der heimischen Region und hat daher keinen langen
Transportweg hinter sich, der die Umwelt unnötig
belastet. Dieser Transportweg schlägt sich
übrigens auch auf den Preis der Ware nieder,
denn kein Lieferant möchte den teuren Transport
aus der eigenen Tasche bezahlen.
Auch bei den üblichen Elektrogeräten
die heute zu jedem Haushalt gehören, wie Fernseher,
Kühl- und Gefrierschränke, Wäschetrockner
u. ä. sollte man unbedingt auf die Energieeffizienzklasse
achten. Viele der älteren Geräte sind
wahre Stromfresser und schaden so nicht nur der
Umwelt, sondern strapazieren auch das Haushaltsbudget
unnötig. Bei einer Neuanschaffung lohnt es
sich also, auf Elektrogeräte mit der Energieeffizienzklasse
A zu achten. Obwohl auch sie im Anschaffungspreis
anfangs etwas teuerer sind, rechnet es sich langfristig,
weil man einfach Strom – und damit Geld- sparen
kann und ganz nebenbei der Umwelt einen großen
Gefallen tut.
Nach oben getrieben wird der Kohlendioxid-Ausstoß
auch durch den Einsatz von Autos, Flugzeugen und
Eisenbahnen. Sicher ist es bequem, sich mit dem
Auto von A nach B zu bewegen, aber für die
kürzeren Wege kann man durchaus auch mal das
Fahrrad benutzen. Nicht nur die Umwelt dankt es
einem, sondern auch die eigene Gesundheit. Und auch
die günstigen Flugangebote sind mit einem lachenden
und einem weinenden Auge zu sehen. Sicher freut
sich jeder Urlauber über die so oft offerierten
Billigflüge, aber er sollte sich trotz allem
im Sinne der Umwelt überlegen, ob es wirklich
unbedingt der Wochenendausflug mit dem Flugzeug
sein muss, nur weil es so günstig ist.
Sicher mag sich das im ersten Moment
alles anhören, wie der berühmte Tropfen
auf den heißen Stein. Und auch die eigene
Bequemlichkeit müsste an manchen Stellen überwunden
werden. Wer möchte schon freiwillig das Auto
stehen lassen oder auf die Flugreise verzichten?
Würden sich allerdings weltweit viele Menschen
ein wenig umweltbewusster verhalten, dann würden
auch diese kleinen Verhaltensänderungen in
der Gesamtsumme zu einem besseren Klima beitragen.
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